Kölner Bank eG und Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG sondieren Fusion


Die Aufsichtsräte der beiden Genossenschaftsbanken haben die jeweiligen Vorstände beauftragt, Sondierungsgespräche einzuleiten mit dem Ziel, beide Banken miteinander zu fusionieren. Die Vorstandsmitglieder der Kölner Bank Bruno Hollweger und Klaus Müller sowie Jürgen Pütz, Volker Klein und Stefan Lachnit von der Volksbank Bonn Rhein-Sieg wollen beide Häuser in 2017 zusammenführen, vorausgesetzt die Vertreterversammlungen der Genossenschaftsbanken stimmen der Verschmelzung zu.

Ziel ist es, über die Fusion eine neue identitätsstiftende und wahrnehmbare Genossenschaftsbank in der Region Köln/Bonn wachsen zu lassen. Das gemeinsame Institut soll sich auch in Zukunft auf das Geschäft mit Mitgliedern und Kunden konzentrieren. Dabei wird der Förderung der Mitglieder ein hoher Stellenwert zugewiesen. Es gehe darum, Genossenschaft erlebbar zu machen und eine neue Nähe zu praktizieren, so die Vorstandsmitglieder der beiden Banken.

In den Kreditinstituten, die gemessen an der Bilanzsumme fast gleich groß sind, arbeiten erfahrene und leistungsbereite Mitarbeiter, deren Stärke es ist, dezentral und regional zu agieren.

Den gemeinsamen Markt schätzen die Vorstände in Köln und Bonn als attraktiv und mit Blick in die
Zukunft prosperierend ein. Die Region Köln/Bonn/Rhein-Sieg gehört als einheitlicher Wirtschaftsraum zu den Gewinnern der demografischen Entwicklung und verspricht dauerhaft gute
Geschäfte.

Die Geschäftsgebiete beider Institute liegen in einer Metropolregion und ergänzen sich optimal. Ein
Zusammenschluss ist auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, da beide Banken wirtschaftlich gesund und für ihre Ertrags- und Vertriebsstärke bekannt sind. Ferner ist eine Fusion die konsequente
Fortsetzung einer schon seit Jahren bestehenden Kooperation zum Beispiel im Kreditgeschäft.

Seit Ausbruch der Finanzkrise, markiert durch den Zusammenbruch der Investmentbank Lehman
Brothers im Jahr 2008, hat die Politik auf globaler, europäischer und nationaler Ebene eine große
Zahl von Maßnahmen getroffen, die das Bankenwesen neu regulieren sollen. Erschwerend kommt
hinzu, dass das wirtschaftliche Umfeld durch eine in dieser Form historisch einmalige Niedrigzinsphase geprägt ist, was die Ertragssituation der Banken insgesamt in erheblichem Umfang beeinträchtigt. Diese Gemengelage lässt zahlreiche Geldhäuser über Fusionen nachdenken. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) prognostiziert, dass sich die Zahl der aktuell rund 1.000 selbstständigen Volks- und Raiffeisenbanken in den nächsten Jahren deutlich reduzieren wird. Deshalb befürwortet der BVR den Konzentrationsprozess und empfiehlt seinen Mitgliedsbanken schon seit geraumer Zeit, innerhalb einer Wirtschaftsregion Zusammenschlüsse durchzuführen, um eine „Bündelung der Kräfte“ zu erreichen.

Kölner Bank-Vorstand Klaus Müller sagt: „Ja wir trauen uns eine Fusion zu, weil wir in den letzten Jahren der Zusammenarbeit gelernt haben, uns zu vertrauen!“

Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzenderder Volksbank Bonn Rhein-Sieg, begrüßt den Schulterschluss: „Beide Häuser sind in ihren jeweiligen Geschäftsgebieten tief verwurzelt. Diese regionale Verbundenheit ist unsere gemeinsame Stärke und wird auch in der Zukunft die Basis unseres Geschäftsmodells sein.“

  Kölner Bank eG Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG
Kunden 90.000 122.000
Mitglieder 50.000 60.000
Bilanzsumme 2,2 Mrd. € 2,35 Mrd. €
Kunden-Einlagen 1,74 Mrd. € 1,83 Mrd. €
Kunden-Kredite 1,39 Mrd. € 1,36 Mrd. €
Ges. betreutes Kundenvolumen 4,5 Mrd. € 4,7 Mrd. €
Mitarbeiter
447 500
Filialen/SB-Stellen/externe Geldautomaten 27/3/13=43 27/9/7=43

v.l.n.r.: Volker Klein, Klaus Müller, Jürgen Pütz, Bruno Hollweger, Stefan Lachnit

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