• Bestes Ergebnis in der Geschichte der Kölner Bank
• Fokussierung auf den regionalen Markt Köln als Grundstein des Erfolges
• Bilanzsumme auf 1,6 Mrd. gewachsen
• Betreutes Kundenvolumen auf 3,3 Mrd. Euro gestiegen
• Kundenkreditvolumen mit einem Plus von 7 Prozent
• Dividende bei 4,5 Prozent
Köln, 27. Januar 2010 – „Die Genossenschaftsbanken stehen ausgezeichnet da“, so beschrieb der Vorstandsvorsitzende der Kölner Bank, Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, auf der Jahrespressekonferenz der Kölner Bank die Bilanz der genossenschaftlichen Institute für das abgelaufene Jahr. Eine Aussage, die sich voll und ganz auf die Kölner Bank übertragen lässt. „Es geht uns gut“, sagte Schoenaich-Carolath bei der Vorlage der Zahlen für 2009. „Für uns ist das Geschäftsjahr 2009 sehr gut gelaufen und wir können uns über das beste Ergebnis freuen, das es seit 1867 gegeben hat.“
Grund dafür ist, dass sich unter anderem das Zinsgeschäft durch das aktiv betriebene Baufinanzierungsgeschäft und das niedrige Zinsniveau positiv entwickelt hat. Aber auch die regionale Ausrichtung und Fokussierung der Kölner Bank auf den heimischen Markt Köln, habe die Bank wie bereits im Vorjahr vor Abschreibungen aufgrund der internationalen Finanzkrise bewahrt. „Wir werden in unserer Strategie bestätigt und daran festhalten, uns weiterhin auf unsere Heimatstadt Köln zu konzentrieren. Zudem wollen wir unser Filialnetz in den Veedeln weiter ausbauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. „Unseren Markt kennen wir, hier sind wir erfolgreich.“
Doch Kundennähe und Betreuung vor Ort alleine reichen nicht aus, wenn es um Kundenzufriedenheit geht. Das beste Filialnetz bringt nichts, wenn es dort keine guten Mitarbeiter, attraktiven Produkte und Angebote gibt. Ihre Produkte entwickelt die Kölner Bank deshalb so, dass sie auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Kundenschichten zugeschnitten sind. So hat die Kölner Bank zum Beispiel ein besonderes Serviceangebot für ältere Kunden. In jeder Filiale gibt es einen speziell ausgebildeten Berater für die Generation 60+. Das Seniorenkonto VR Giro flex 60+ enthält u.a. den Bargeld-nach-Hause-Service. „Wir waren die erste Bank, die einen derartigen Service angeboten hat“, sagte Schoenaich-Carolath. „Dieser Service wird sehr gut angenommen.“
Das gilt aber auch für die anderen Angebote, die die Kölner Bank speziell für Senioren konzipiert hat. „Unser Ziel ist es, dass wir den älteren Kunden Hilfe im Alltag anbieten, die über das normale Bankgeschäft hinausgeht“, erklärte Schoenaich-Carolath das Seniorenkonzept der Kölner Bank. Im Dezember 2009 fand in Kooperation mit der Kölner Polizei zum Beispiel die erste Veranstaltung „Sicherheit im alltäglichen Leben für die Generation 60+“ statt. Knapp 1.200 Senioren waren zufriedene Gäste. Auch über die Kölner Stadtgrenzen hinaus ist das Seniorenangebot inzwischen bekannt und wird als Referenzprojekt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geführt.
Doch nicht nur bei der Generation 60+ erfreuen sich die Angebote und Produkte der Kölner Bank großer Nachfrage. Die Kundeneinlagen haben sich in 2009 erfreulich entwickelt. Auf das ganze Jahr gesehen stiegen sie um 8,2 Prozent auf 1.333 Mio. Euro (RWGV-Vergleich 4,4 Prozent).
Sehr positive Entwicklung – Betriebsergebnis deutlich gestiegen
Die Geschäftszahlen der Kölner Bank haben sich im vergangenen Jahr sehr erfreulich entwickelt. Das von der Bank erwirtschaftete Betriebsergebnis lag bei 16,3 Mio. Euro (2008 10,1 Mio. Euro) und ist damit nach dem sehr guten Ergebnis von 2008 noch einmal deutlich gestiegen.
Im gleichen Zeitraum hat sich die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) auf 73,7 Prozent markant verbessert, diese lag 2008 bei 81 Prozent. „Das bestätigt uns, dass der Weg, auf dem wir uns befinden, der richtige ist“, sagte Schoenaich-Carolath. Die Personal- und Sachkosten liegen auf Vorjahresniveau. „Dies ist u.a. damit begründet, dass wir unsere soziale Verantwortung im Bereich Ausbildung sehr ernst nehmen“, so der Vorstandsvorsitzende. Mit einer Ausbildungsquote von 9 Prozent liegt die Kölner Bank deutlich über der Geno-Vergleichsgruppe mit 6 Prozent.
Kreditvolumen legt kräftig zu
Die Kölner Bank erwirtschaftete in 2009 einen Zinsüberschuss von insgesamt 45,3 Mio. Euro und lag damit 27 Prozent über dem Vorjahreswert (2008: 35,7 Mio. Euro).
Das Kundenkreditvolumen lag mit 791 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2008: 736 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 7 Prozent (RWGV-Vergleich 2 Prozent). Insgesamt konnte die Kölner Bank im vergangenen Jahr 1.871 Kredite an neue Kunden vergeben. Das stärkste Wachstum verzeichnete die Kölner Bank 2009 bei Krediten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren im Bereich der Baufinanzierungen (+13,7 Prozent). Die Kreditzusagen wurden um 9 Prozent gesteigert.
Das Provisionsgeschäft wurde 2009 branchenweit durch die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise und den dadurch zurückgegangenen Wertpapierhandel beeinflusst. Positiv wirkte sich bei der Kölner Bank der Ausbau des Geldautomatennetzes an hochfrequentierten Orten im Kölner Stadtgebiet aus. Insgesamt liegt das Provisionsgeschäft 2009 bei 14,8 Mio. Euro und damit auf Vorjahresniveau. Mit knapp 0,9 Prozent der Bilanzsumme ist das Ergebnis gut.
Positive Entwicklung beim betreuten Kundenvolumen
Ihre Bilanzsumme konnte die Kölner Bank 2009 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 1,60 Mrd. Euro erhöhen (2008: 1,55 Mrd. Euro). Bei den RWGV-Mitgliedsbanken konnte ebenfalls eine Bilanzsummensteigerung um 3,0 Prozent festgestellt werden. „Wenn wir die Vermittlungsleistungen, die wir im genossenschaftlichen Finanzverbund geleistet haben, dazu zählen, kommen wir insgesamt sogar auf ein betreutes Kundenvolumen von rund 3,3 Mrd. Euro“, erklärte Schoenaich-Carolath. Im Vorjahr waren es 3,1 Mrd. Euro. Beim betreuten Kundenvolumen werden die Kredit- und Anlagebestände aus dem Kundengeschäft der Kölner Bank und das Verbundgeschäft aufsummiert, das die Kölner Bank zum Beispiel an Union Investment oder die Bausparkasse Schwäbisch Hall vermittelt hat. So lag die Kölner Bank auf den vordersten Vertriebsplätzen im genossenschaftlichen Verbund.
Dividende bleibt bei 4,5 Prozent
„2009 war für uns ein sehr gutes Jahr“, stellte Schoenaich-Carolath bei der Jahrespressekonferenz der Kölner Bank fest. Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Vertreterversammlung am 31. Mai 2010 vorschlagen, eine Dividende von insgesamt 4,5 Prozent an die Mitglieder zu zahlen. Die Stammdividende soll vier Prozent betragen, der Bonus liegt bei 0,5 Prozent.
Soziales Engagement
Als Genossenschaftsbank übernimmt die Kölner Bank Verantwortung für Köln und unterstützt gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte. „Als Bank für alle Kölner fühlen wir uns unserer Heimatstadt und ihren Bürgern besonders verpflichtet“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kölner Bank. „Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir deshalb 144 gemeinnützige Initiativen und Projekte finanziell gefördert.“ Außerdem unterstützt die Kölner Bank Projekte, in denen sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren.
Ausblick 2010
„Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise ist immer noch das beherrschende Thema und wird die Welt weiter in Atem halten“, sagte Schoenaich-Carolath. „Die Aussichten sind schwer abzuschätzen.“ Die Kölner Bank werde aber an ihrem lokal und regional geprägten Geschäftsmodell festhalten, das sich als krisensicher erwiesen habe, so der Vorstandsvorsitzende weiter. „Wir sind auf einem erfolgreichen Weg, der uns beweist, dass unsere strategischen Entscheidungen richtig waren. Das Ergebnis gibt uns recht. Diesen Weg, wollen wir fortsetzen und uns weiterentwickeln.“